Luftbefeuchter Systeme

Es gibt vier verschiedene Systeme zur Befeuchtung eines Raumes: Ultraschall-Vernebler, Verdunster, Verdampfer und Luftwäscher. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, nehmen wir nun diese unter die Lupe.

Verdunster

Diese Technologie übernimmt das natürliche Prinzip der Verdunstung. Filterkassetten saugen sich mit Wasser voll. Durch einen Ventilator wird die trockene Raumluft durch die Filter gesogen, welche die Feuchtigkeit unsichtbar und praktisch geräuschlos an die Luft abgeben. Unter anderen hat der K-Tipp die Verdunster zum besten Befeuchtungsystem erkoren und sehr positiv bewertet.

  • + Überfeuchtung ist nicht möglich
  • + Effizient, benötigt wenig Strom
  • + Leiser Betrieb (kaum hörbar auf niedrigster Stufe)
  • + Geeignet für Entkalkungsanlagen und alle Wasserhärten
  • - Langsamere Befeuchtung als bei anderen Systemen
Verdunster

Luftwäscher / Air Washer

Der Luftwäscher befeuchtet und reinigt die Luft gleichzeitig. Spezielle Befeuchtungsscheiben drehen sich durchs Wasser; dabei wird die Luft mit Feuchtigkeit angereichert und auf natürliche Weise von Verunreinigungen (wie z.B. Staub, Pollen und Partikel-gebundenen Gerüchen) befreit - wie in der Natur die Luft vom Regen gewaschen wird.

Die Befeuchterfunktion eines Luftwäschers basiert auf dem Verdunster-System, welches automatisch für die richtige Luftfeuchte im Raum sorgt. Eine Überbefeuchtung ist somit nicht möglich, da die Luft nicht mehr Feuchtigkeit aufnimmt als sie braucht.

  • + 2 in 1 Gerät: Luftbefeuchtung und Luftreinigung
  • + Antibakterielle Scheiben
  • + Geringer Stromverbrauch
  • + Geeignet für jeden Wasserhärtegrad
  • - Teurer in der Anschaffung
Luftwäscher

Vernebler / Ultraschall-Befeuchter

Der Ultraschall-Vernebler ist heute das beliebteste und meist eingesetzte Befeuchtungssystem. Hauptgrund dafür sind wohl die zum Teil tieferen Betriebs- und Unterhaltskosten im Vergleich zu den anderen Systemen.

Eine mit Ultraschall schwingende Membrane teilt Wasser in kleinste Tröpfchen auf, welche danach als Nebel mit einem Ventilator in den Raum verteilt werden und dort verdunsten. Es gibt Ultraschall-Vernebler, die nur kalten Nebel und solche, welche auch warmen Nebel versprühen können. Weil mit den Wassertröpfchen auch Kalkpartikel im Raum verteilt werden, muss ein Ultraschall-Vernebler immer mit einer Entkalkungskartusche betrieben werden.

Insbesondere durch die Medien erhalten Vernebler oft einen schlechten Ruf und gelten bei vielen als sogenannte “Virenschleudern”. Dies ist nur bedingt wahr, denn der Grad der Verschmutzung variiert von Gerät zu Gerät und wer seinen Ultraschall-Luftbefeuchter regelmässig und gründlich reinigt, verhindert so die Verteilung von Viren und Bakterien im zu befeuchtenden Raum. Es ist ebenfalls dringend zu empfehlen, die Kartuschen bzw. Silver Ionic Cubes lieber zu oft als zu selten zu ersetzen, um der Entstehung von Bakterien stets Einhalt zu gebieten.

Wer von sich weiss, dass die regelmässige Reinigung des Gerätes eine Herausforderung wird, sollte eher nach einem Verdunstungsgerät Ausschau halten, da die Hygiene bei diesen Geräten viel leichter zu gewährleisten ist oder sogar unbedenklich ist. Die andere Lösung wäre ein Ultraschall-Vernebler wie der Clevair 2 von Air Naturel, der den Nebel erst genügend erhitzt, um Keime vor dem Ausstoss in die Luft abzutöten. Dies benötigt wiederum mehr Strom, wenn auch nicht so viel wie bei den klassischen Verdampfern.

Wichtiger Hinweis: Ultraschall-Befeuchter dürfen nicht mit entkalktem Wasser aus Entkalkungsanlagen betrieben werden, die nach dem Prinzip des Ionenaustausches funktionieren (Salz wird dem Wasser beigefügt). Das im Wasser enthaltene Salz kann sich rund um das Gerät als weissen Staub niederschlagen. Wasser aus Filtersystemen (z.B. Brita) sind jedoch unproblematisch.

  • + Sehr effizient und benötigen wenig Strom
  • + Sichtbarer Nebel ist ungefährlich für Kinder
  • + Leiser Betrieb
  • + Befeuchtungsleistung einstellbar
  • + Tiefe Betriebskosten
  • - Nicht für Büros geeignet (Niederschlag auf PC)
  • - Regelmässig Filterkartusche austauschen (alle 2–3 Monate)
  • - Nicht geeignet für stark kalkhaltiges Wasser (> 21 °dH)
  • - Geräte ohne Hygrostat können den Raum schnell überbefeuchten
Vernebler

Verdampfer

Das Wasser wird mit einer Heizplatte zum Sieden gebracht, ähnlich einem Wasserkocher. Der heisse Dampf wird an die Raumluft abgegeben.

Das Wasser wird im Inneren des Gerätes zum Kochen gebracht, bis keimfreier Wasserdampf entsteht. Der Wasserdampf verteilt sich ideal im Raum und erzielt eine grosse Befeuchtungsleistung. Der keimfreie Dampf ist ideal für Allergiker. Verdampfer sind sehr leistungsfähig, darum sollten sie immer mit einem Hygrostat geregelt werden.

Wichtiger Hinweis: Verdampfer dürfen nicht mit entkalktem Wasser aus Entkalkungsanlagen betrieben werden, die nach dem Prinzip des Ionenaustausches funktionieren (Salz wird dem Wasser beigefügt). Dies kann zu Fehlfunktionen und zum anschliessenden Auslaufen des Gerätes führen.

  • + Absolut keim- und bakterienfrei
  • + Schnelle Befeuchtung
  • - Verbraucht mit Abstand am meisten Strom aller Befeuchtungs-Systeme
  • - Heisser Dampf kann eine Gefahr für Kinder bedeuten
  • - Überbefeuchtung leicht möglich
  • - Trotz keimfreien Betriebs, muss das Gerät regelmässig entkalkt werden. Entkalkungskugel regelmässig austauschen (je nach Wasserhärte)
Verdampfer