Warum Luftbefeuchter?

Luft ist die Lebensgrundlage für uns Menschen. Wir atmen jeden Tag durchschnittlich 20‘000 Mal ein und aus. Dies entspricht ca. 12‘000 Litern Luft, welche wir täglich benötigen. Die Luftqualität wirkt sich direkt auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit aus.

Die ideale Raumluftfeuchtigkeit für das menschliche Wohlbefinden liegt zwischen 45 und 55 Prozent. Diese Werte sollte man vor allem dort anstreben, wo sich der Mensch oft aufhält, im Schlafzimmer für eine optimale Erholung und am Arbeitsplatz für eine gute Leistungsfähigkeit. Die Luftfeuchtigkeit sollte jedoch nie unter 40% fallen oder über 60% ansteigen.

Die Ursache trockener Luft

Trockene Luft in Innenräumen entsteht vor allem im Winter, wenn kräftig geheizt wird. Die kontinuierlich hineinströmende trockene Kaltluft wird erwärmt, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit insgesamt sinkt, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Die Luft von draussen kann bei einer Temperatur um 0 °C nur 4 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft aufnehmen. Bei einer Innentemperatur um 20 °C beträgt die Aufnahmefähigkeit jedoch 20 Gramm pro Kubikmeter Luft. Auch wenn draussen eine relative Luftfeuchtigkeit von 69% herrscht, entspricht dies drinnen nur gerade 18% relativer Luftfeuchtigkeit.

Lüften hilft nicht, sondern bewirkt das Gegenteil: Die Raumluft wird noch trockener, denn beim Lüften bleibt die in der Luft enthaltene Wassermenge gleich, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt jedoch bei steigender Temperatur. So geschieht es schnell, dass die Raumluftfeuchtigkeit im Büro oder zu Hause unter 40% sinkt. Die von Ärzten empfohlene ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei 45 bis 55 Prozent.

Von trockener Raumluft sind unter anderem Bewohner älterer Häuser und Wohnungen betroffen, deren Fenster nicht ausreichend dicht sind. Auch Bewohner von modernen Minergiehäusern leiden oft unter einem zu trockenen Raumklima, was auf die kontrollierte Dauerlüftung, welche kalte Luft ansaugt und erwärmt, zurückzuführen ist. In vielen Fällen sinkt die relative Luftfeuchtigkeit weit unter 30%, was nicht nur als sehr unangenehm empfunden wird, sondern auch Erkältungen, Grippen und Allergien den Weg ebnen kann. Ein solch hohes Defizit an Feuchtigkeit kann nur mit Hilfe eines Luftbefeuchters ausgeglichen werden.

Die Auswirkungen trockener Luft

Trockene Luft wirkt sich ungünstig auf das Wohlbefinden von Menschen und Tieren aus. Die Betroffenen leiden oftmals unter Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen. Bei trockener Luft können sich die Bakterien und Viren schneller verbreiten und vermehren, deshalb erkranken im Winter mehr Menschen als während den wärmeren und feuchteren Jahreszeiten. Dauerhafte sehr trockene Raumluft begünstigt auch Erkrankungen des Atmungssystems. Ausserdem kann Trockenheit bei Holzmöbeln und Parkettböden zu Rissen und Spalten führen.

Grippeviren, Bakterien und Keime überleben in trockener Luft länger und schweben für längere Zeit auf Kopfhöhe, wo sie unsere Schleimhäute besiedeln können. Somit fördert trockene Raumluft die Übertragung von Grippeviren und Bakterien. Eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60% sorgt dafür, dass sich Viren und Bakterien an die Wassertröpfchen in der Luft binden und dadurch auf den Boden sinken. Dazu kommt, dass höhere Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute befeuchtet - und feuchte Schleimhäute nehmen Viren weniger gut auf. Eine gesunde relative Luftfeuchtigkeit hilft nicht nur die Schleimhäute optimal zu befeuchten und sie so gegen Angriffe zu stärken, sondern senkt auch das Ansteckungsrisiko. Neben diesen Gesundheitsrisiken wird zu trockene Luft vom Menschen als unangenehm empfunden, brennende Augen, trockene Haut und gereizte Schleimhäute sind bekannte Symptome. Nächtlicher Durst, trockener Hals und weniger Atmungsfreiheit durch die Nase verschlechtern obendrein noch den Schlaf.

Baumaterial und Inneneinrichtungen aus Holz oder aus Gewebe (z.B. Vorhänge oder Teppiche) nehmen viel Feuchtigkeit auf und können bei trockener Raumluft Risse bilden (Holz) oder sich elektrostatisch aufladen (Gewebe). Musikinstrumente aus Holz verstimmen sich eher, oder es besteht die Gefahr von Lackschäden, da sich das Holz unter dem Lack zusammenzieht und sich dann bei steigender Luftfeuchtigkeit wieder ausdehnt.

Statische Aufladungen

Es kann sehr unangenehm sein: Man berührt einen Gegenstand und bekommt plötzlich «einen gewischt» - einen elektrischen Schlag. Die Ursache hierzu liegt ebenfalls in der zu trockenen Luft. Enthält die Luft wenig Feuchtigkeit, ist sie ein schlechter elektrischer Leiter. Menschen mit trockener Haut sind besonders anfällig. Zudem wird das Phänomen durch Kleidung mit einem grossen Anteil an synthetischen Fasern begünstigt, weil sie durch Körperbewegungen elektrisch aufgeladen werden. Positive und negative Ladungen gleichen sich normalerweise über feuchte Haut und die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit aus. Ist die Luft zu trocken, so kann kein Ladungsaustausch stattfinden und der Körper lädt sich elektrisch auf. Er entlädt sich dann bei der nächsten Berührung eines leitenden Gegenstands und gibt Ihnen einen Schlag. Wenn Sie die Raumluft genügend befeuchten, werden diese erschreckenden Schläge ausbleiben.

Wer braucht einen Luftbefeuchter?

Wer oben genannte Symptome spürt, sollte unbedingt einen Luftbefeuchter verwenden, um sein Wohlbehagen zu steigern und sich besser vor Erkältungen zu schützen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, empfiehlt sich ein Hygrometer um die relative Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung oder im Büro zu messen. Platzieren Sie das Hygrometer in der Mitte des Raumes, weg von Fenster und Türen und lesen ganz einfach die Luftfeuchtigkeit ab. Liegt die Luftfeuchtigkeit unter 40%, benötigen Sie einen Luftbefeuchter. Ist die Luftfeuchtigkeit über 60%, empfiehlt sich ein Luftentfeuchter einzusetzen, um üble Gerüche und Schimmelbildung zu vermeiden. Die von Medizinern empfohlene optimale relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt bei 45 bis 55%.

croco

ecofort “Croco” analoges Hygrometer

Selina

Stadler Form "Selina" digitales Hygrometer

Trockene Luft - Auswirkungen auf die Gesundheit

Negative Auswirkungen trockener Luft auf die Gesundheit zusammengefasst:

  • Reizhusten
  • Staubbelastung der Atmungsorgane
  • Schleimhäute trocknen aus, die Immunabwehr sinkt
  • Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen
  • Augenreizungen
  • Feinstaubbelastung steigt
  • Trockener Mund und Rachen (nächtlicher Durst)
  • Haut trocknet aus (Beschleunigt die Alterung)

Testbedingungen

Dieses Diagramm verdeutlicht den hohen Risikofaktor der Virentätigkeit bei trockener Luft. Luftfeuchtigkeitswerte von 45% und darüber führen zu einer signifikanten Reduktion der Influenza-Gefahr.

Ab einem Feuchtigkeitsbereich von 60% ist das Ansteckungspotential deutlich minimiert und ab 80% vernachlässigbar. Es gilt zu bedenken, dass ab ca. 60% relativer Feuchtigkeit ein überproportionales Wachstum von Hausstaubmilben, Schimmel und Staubläusen festgestellt wird. Deswegen empfehlen Gesundheitsexperten für bewohnte Räume einen optimalen Behaglichkeitsbereich zwischen 45 und 55% relativer Feuchte.

Trockene Luft - Auswirkungen auf die Haut

Trockene Luft beschleunigt den Alterungsprozess der Haut. Die Haut ist mit ihrer Gesamtfläche von beinahe 20’000 cm² einer permanenten Austrocknung ausgesetzt. Feuchtigkeitsspendende Körpercreme bringt Linderung, beseitigt aber nicht die Ursache der trockenen Haut, die zu trockene Raumluft. Im Gegenteil: Durch übermässiges Cremen wird die Haut negativ beeinflusst, weil sich ein Gewohnheitseffekt einstellt und die natürliche Fettbildung reduziert wird.

Beim Vergleich der menschlichen Haut mit der Oberfläche eines Apfels erkennt man: Durch die permanente Einwirkung trockener Luft trocknet der Apfel langsam aber stetig aus. In einem feuchten Keller gelagert, hält sich der Apfel über Monate hinweg frisch.

Kosmetische oder medizinische Anwendungen können nachhaltig keine positiven Auswirkungen haben, wenn keine Balance zwischen Raumluft-Feuchtigkeits-Gehalt und dem natürlichen Wasserhaushalt des menschlichen Körpers und der Haut gegeben ist.

Die Optimierung der Raumluft-Feuchtigkeit ist die Grundlage, um den Alterungsprozess der Zellen zu verlangsamen.

Apfel

Vorteile bei optimaler Raumluftfeuchtigkeit

  • Nase, Augen und Haut trocknen nicht mehr aus: Sie fühlen sich wohler in Ihrem Zuhause oder im Büro.
  • Das Risiko an einer Grippe zu erkranken wird reduziert: Der Influenza Virus überlebt in optimal befeuchteten Räumen weniger lange. Die Ansteckungsgefahr wird bei höherer Luftfeuchtigkeit erheblich reduziert. Zudem sind Ihre Schleimhäute weniger belastet und auch weniger anfällig für eine Erkrankung.
  • Sie und Ihre Familie schlafen besser: Trockene Luft führt zu einem trockenen Hals und damit verbundenem nächtlichem Durst, bei optimaler Luftfeuchtigkeit schlafen Sie ruhiger und entspannter.
  • Keine Schläge durch statische Aufladungen mehr
  • Sie können sich besser konzentrieren: Sie fühlen sich weniger lustlos und müde und ihre Konzentrationsfähigkeit steigt.
  • Die Staub- und Pollenbelastung sinkt: Auch Allergiker können aufatmen, feuchte Luft bindet Staubpartikel und Pollen.
  • Möbel, Holzböden, Instrumente und Gemälde bleiben erhalten: Risse und Verformungen werden vermieden.
  • Instrumente verstimmen sich weniger: Sie sparen sich das häufige Nachstimmen von Klavier, Gitarre oder Geige.